Kann Pluralität schädlich sein?

2 Gedanken zu “Kann Pluralität schädlich sein?”

  1. Ich bin Anti-Atom-Pirat und Freiheitspirat. Das Geschwätz von Geschlossenheit in anderen Parteien ging mir immer auf den Senkel. Die Nuklearia verbreitet keine Privatmeinung, sondern eine Minderheitsmeinung. Man kann ihr auch kaum abstreiten, dass sie sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt hat.

    Ich werde ihren Flyer nicht verteilen, aber ihn unter Androhung von Ordnungsmaßnahmen zu untersagen finde ich ziemlich daneben.
    Mit Tarzun und Schramm haben wir sogar zwei Mitglieder in den Bundesvorstand gewählt, die sich kürzlich noch deutlich gegen Kernpositionen der Piraten ausgesprochen haben. Ich finde die Wahl persönlich bedauerlich, andererseits bin ich dann auch wieder froh, in einer so aufgeschlossenen Partei zu sein.

    Wenn wir alle nur einer Meinung sind, entsteht m.E. ein schwerer Glaubwürdigkeitsschaden. Es gibt bei den Piraten eine Minderheit von Atomkraftbefürwortern. Ich habe damit kein Problem.

    1. Hallo Phil.

      Danke auch für das produktive Telefonat.

      Die Pluralität in der Partei ist ausdrücklich geschützt.
      Es ist ok, dass es diese gibt. Sie ist notwendig, in einer demokratischen Grundordnung.

      Es ist meiner Ansicht nach aber nicht zweckdienlich, wenn die Kommunikation zu den Wählern so aus sieht:
      Hier ein Flyer, der sagt wir sind für A, und
      hier der Flyer, der beschreibt, warum wir gegen A sind.

      Wie würdest Du dich denn hier für diese Partei entscheiden?

      Pluralismus ist wichtig. Aber Wähler zu verar verschaukeln ist doch scheibenkleister, oder?

      Auch der Aufruf dieses Posts an Vorstände, bitte zu handeln, ist keine Forderung nach sofortigen Ordnungsmaßnahmen, wie andernorts bereits vermutet. Wichtig ist viel mehr ein klares Statement darüber, wie man gegenüber Wählern kommunizieren kann und wie man es nicht tun sollte.

      Denkbar wäre zum Beispiel, solches Streumaterial wie auch Wikiseiten mit einem eindeutigen Disclaimer zu versehen, der auch gegenüber Außenstehenden klar macht, dass es sich bei dem Material um Material handelt, das nicht die offizielle Meinung der Piratenpartei widerspiegelt, sondern der innerparteilichen Willensbildung dienen soll. Zugegeben, dieser konstruktive Ansatz fehlt im Artikel.

      Gegenüber den Piraten in Niedersachsen und den AntiAtomPiraten haben bereits Interessenverbände ihre Irritationen bezüglich des Pro-Atom-Infomaterials der Piraten geäußert, wie auch Bürger auf die Idee hingewiesen, wie man mit der Idee dieser AG den Asse-Müll vernichten könnte. Was die AG nicht sagt: Das geht nicht. im Gegenteil. Atommüll der Art, wie er in der Asse lagert wird durch „neue“ Reaktoren noch weiter produziert. Er stellt etwa 90% des Volumens des heutigen Atommülls aus Kernkraftwerken dar. Der Müll der „neuen“ Reaktorgenerationen wird aber stärker strahlen, als der heutige. Die „neuen“ Reaktoren sind auch nicht neu, sondern in etwa so alt, wie das Atomzeitalter selbst.

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