Energieeffizienz & Energieeinsparung

4 Gedanken zu “Energieeffizienz & Energieeinsparung”

    1. Die meisten nehmen heute Styropor. Bei mir in der Gegend werden alle Mietsblöcke mit dem Brandbeschleuniger Styropor verkleidet, ohne Brandriegel

      Styropor deutlich billiger und leichter zu verarbeiten, dennoch unwirtschaftlich.

      „Dämmt“ man mit solchen Stoffen von außen, hat man grundsätzlich das Problem, dass man Biozide verwenden muss oder ein Biotop auf der Wand hat. Bei Minusgraden kommt als Problem dazu dass Tauwasser auf der Wand gefriert, was Risse begünstigt. Dringt dann Wasser in Mineraldämmplatten ein, ist die Wirkung dahin, die Wand wird feucht und man bekommt ein Biotop und oft innen Schimmel. Die Entsorgung von Mineralfaserplatten besteht im Deponieren, das Material wird also ewig in der Umwelt rum liegen.

      Alles Probleme, die man mit natürlichen, wärme speichernden Materialien, die atmen und damit auch trocknen können nicht hat.

  1. Ich kann nur meine persönliche Erfahrung zu besten geben:
    Wir haben auf unserem Firmengebäude im Jahre 1987 120mm Styropor augebracht. Das Material ist vollflächig verklebt und mit Dübeln in der Wand befestigt. Mit einem Haftvermittler wurde ein Netz aufgeklebt. Danach wurde Kunststoffputz in2 Schichten aufgebracht. Seit damals wurde die Fassade 4x mit Fassadenfarbe gestrichen. Es gibt minimalen Algenbefall in den Poren des Strukturputzes. Die Wände sind nach wie vor trocken. In Verbindung mit der modernen Brennwert-Ölheizung und den 200 mm Dämmung unseres Flachdaches haben wir den Ölverbrauch von ca. 8500 Litern pro Jahr 1986 auf etwa 2400 Litern pro Jahr 2014 gedrückt. So ganz sinnlos scheint die Sanierung also nicht zu sein. Über TCO mag ich natürlich noch keine Aussage treffen.

    1. Hallo,
      die Intervalle zur Fassadenpflege entsprechen den Vorgaben, etwa alle 5 Jahre den Giftmantel zu erneuern, da dieser dann ausgewaschen ist. Hier eine Übersicht über Instandhaltung verschiedener Fassadensysteme: http://www.konrad-fischer-info.de/oekobau3.htm Wenn man die Fassade nicht pflegt, passiert ggf. das: http://www.konrad-fischer-info.de/7fehrtab.htm

      Dass bei euch Algenbefall vorhanden ist zeigt, dass die Fassade mindestens leicht feucht ist. Das liegt daran, dass das Bauwerk in der Nacht schnell auskühlt und dann morgens oder auch schon abends sich Tauwasser nieder schlägt. Am Tag muss dann zunächst die Fassade trocknen, was diese erst mal weiter kühlt. Reicht das Gift in der Farbe nicht mehr, weil es abgewaschen wurde, dann algt es. Das abgwaschene Gift wirkt dann in Grundwasser und Gewässern weiter. Siehe Filmbeiträge oben. Durch die hohen Temperaturschwankungen an der Oberfläche der Fassade wird diese auch extrem belastet. Die Wärmeausdehnungskoeffizienten der verwendeten Materialien müssen sehr genau aufeinander abgestimmt sein, sonst kommt es leicht zu Rissen oder gar zu kompletten Ablösungen.

      Wie wird die Entsorgung der Fassade sicher gestellt? Ich meine zu wissen, dass sie als Sondermüll abgeführt werden muss, da bei einer Verbrennung die (sonst verbotenen) Brandhemmer gefährliche Stoffe frei setzen. Den fraglichen Brandschutz solcher Fassaden sehe ich ebenfalls sehr kritisch. Es sind in der Vergangenheit schon ganze Wohnblocks über mehrere Häuser von außen abgebrannt.

      Da Heizung, Fassade und Dach gleichzeitig getauscht wurden, ist es schwer zu sagen, welche Maßnahme wie sehr zur Heizkosteneinsparung beigetragen hat.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s