Nobelpreisträger entlarvt den Klimaschwindel? Ivar Giaever: Klimawandel neu betrachtetg

10 Gedanken zu “Nobelpreisträger entlarvt den Klimaschwindel? Ivar Giaever: Klimawandel neu betrachtetg”

  1. Der Hauptfehler der gesamten Argumentation liegt nicht in der Skala der Temperatur, sondern im zeitlichen Bereich, der von allen hier (und in den neueren IPCC Berichten) verwendeten Grafiken dargestellt wird.
    Es argumentiert sich super, wenn man nur Daten ab 1850 verwendet und total ausser acht lässt, dass man das 18. und 19. Jahrhundert nicht umsonst als ‚kleine Eiszeit‘ bezeichnet – genau deshalb, weil es da ungewöhnlich kalt war. Im 14., 15. Jahrhundert war es nämlich deutlich wärmer, auch ohne, dass wir Auto gefahren sind.
    Schaut euch doch mal die historischen Temperatur-Daten aus dem ersten IPCC Bericht an, in dem noch klimageforscht und nicht mit Klima Politik gemacht wurde.
    Da sieht man ganz genau, dass der in den letzten 150 Jahren beobachtete Temperaturanstieg Teil mehrerer sich wiederholenden Zyklen ist und wohl kaum vom Menschen und dem bisschen CO2-Anstieg verursacht ist.

    Ansonsten ganz schön viel Gerede…
    Zum Beispiel wieso nimmt das Eisvolumen auf dem antarktischen Kontinent massiv ab?
    Es gibt am Rand Zonen wo die Eisstärke merklich zurück geht – und das bei permanenten Minustemperaturen, jetzt müsste man pfiffig genug sein drauf zu kommen woran das liegen könnte 😉 – aber es gibt auch große Flächen in der Antarktis, wo die Eisstärke langsam zu nimmt, so dass es insgesamt keine signifikante Änderung gibt und da die Bereiche mit Abnahme nichts mit Atmosphärenerwärmung zu tun haben, kann man getrost sagen, dass das Eisvolumen des antarktischen Kontinents eher die Tendenz zur Zunahme hat (dazu gibt es übrigens bei der NASA sehr schöne Karten von Satellitenmessungen).
    Ich freu mich schon total auf den nächsten IPCC Bericht, immer wieder unterhaltsam – leider müssen wir noch bis 2019 warten 😉

    1. Ja, schaut man sich die letzten über 1000 Jahre an, war es auch damals global immer deutlich kälter, auch die Warmzeit:
      Grafik
      Das Manko an der verlinkten Grafik ist, sie ist nicht ganz aktuell, da wir inzwischen schon bei über 1°C Temperaturabweichung sind.

      Wenn du Zyklen ansprichst, dann meinst du vermutlich diese Grafik?
      Grafik

      Da kann man auch erkennen, dass die Temperatur heute wärmer ist, als in den letzten 1 Mio Jahren, und dass in der Zeit noch nie ein Temperaturanstieg so schnell vonstatten ging, wie derzeit. Für 1°C brauchte die Natur um die 10.000 Jahre, wir haben das in nur 70 Jahren geschafft.

      Zur Antarktis und dem Eis und der Luft dort:

      Was passiert, wenn Süßwassereis mit Salz in Kontakt kommt?

      Das kannst du zuhause ausprobieren. Das Eis schmilzt und die Luft drum herum wird deutlich kälter. In 5 Minuten kannst du da dein Bier von 20°C auf 2°C abkühlen. Wartest du noch länger, wird dein Bier bei bis zu Minus -18°C einfrieren. Hier in einem Buch von 1922 beschrieben und hier ein Video dazu

      Selbiges gilt wenn du Eis nimmst und Wärmestrahlung drauf gibst. Das Eis verdunstet und die Lufttemperatur sinkt. Was zuhause wahr ist, muss in der Antarktis nicht falsch sein… Ob das nun genau der Effekt ist, den man in der Antarktis beobachtet, habe ich nicht recherchiert (insbesondere wie das ist, wenn man Eis mit Sole mischt), aber es zeigt, dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn Eis bei Minusgraden weniger wird und es dabei auch noch kühler wird. Letzteres gilt grundsätzlich. Wenn Eis in einem Medium aufgeschmolzen oder verdunstet wird, verringert sich die Temperatur des Mediums (wenn nicht ausreichend nachgeheizt wird), da für den Phasenübergang Energie benötigt wird.

      Du kannst auch bei Minusgraden die Wäsche zum Trocknen raus hängen. Die gefriert erst und trocknet dann: http://www.waeschespinne-check.de/waesche-bei-kaelte-draussen-trocknen/ Hier nochmal aus dem Schulbuch: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik/artikel/sublimieren-und-resublimieren

  2. Jottes, Exxon hat nicht 30 Milliarden Dollar, sondern „nur“ 30 Millionen Dollar aufgewendet. Das kannst du selbst im zutreffend verlinkten Link nachschauen. Dazu dürften weitere Aufwendungen kommen, im Rahmen eigener Marketingkampagnen. Außerdem – sollte sich Exxon in Sachen Lobbying so ähnlich wie die Tabakindustrie verhalten – dürften einige Zahlungen und Zuwendungen verdeckt erfolgen, z.B. als Wissenschaftsförderung etc.

      1. Und noch eine kleine Anmerkung zum Vortrag von 2015. Mr. G hat auf der Tagung, einer interdisziplinären wie alle fünf Jahre, aber so was von Zunder von seinen Kollegen und den Studenten bekommen. Das war lustig.

        Habe es mit großem Vergnügen verfolgt.

        Grüße aus Lindau

  3. Dass sich das Klima ändert, ist wohl nicht das Entscheidente. Das Klima hat sich schon immer geändert und wenn man der Archeologie glauben will, waren Warmzeiten immer Blütezeiten der Zivilisation. Was hier wieder einmal völlig ignoriert wird, sind die Ursachen der Klimaschwankungen in der Vergangenheit, die auch astrophysikalische Ursachen haben. Es ist einfach lächerlich und pseudoreligiös zu nennen, wenn Politiker über das böse CO2 reden. Mehr von diesem Gas im weniger als Promillebereich bedeutet mehr Pflanzenwachstum, um nur ein Beispiel zunennen. Es ist tatsächlich religiös zu nennen, wenn man das CO2 konstant halten will durch absurde Maßnahmen und damit das Klima. Das Schlimme daran ist, dass die „Klimaforschung“ von der Politik gefördert wird und natürlich nur das bezahlt wird, was auch in deren Interesse liegt. So ist das nun mal. Ich persönlich würde mich über eine Klimaerwärmung freuen – aber vielleicht müssen wir aus astrophysikalischen Untersuchungen heraus wohl eher mit einer neuen Kaltzeit rechnen.

    1. Das Wissen über die Eigenschaften des CO2 hat nichts mit Religion zu tun. Allenfalls wenn man dennoch nicht glauben will, dass diese Eigenschaften auch beim CO2 in der Atmosphäre gelten.

      Natürlich gab es schon immer Klimaschwankungen. Wenn keine plötzliche Katastrophe dafür ursächlich war, dauerte so eine Schwankung um 1 °C in der Größenordnung von 1000 Jahren. Heute sind es 70 Jahre. Wenn man die Klimaschwankungen der Vergangenheit nicht ignoriert, sondern untersucht, kann man diese in der Regel ziemlich genau beschreiben, auch den Unterschied zu heute. Es wäre eher dumm zu glauben, weil etwas einmal so oder so funktioniert hat, müsse es immer so funktionieren. Von einem von selbst rollenden Auto zu schließen, auch das über die Autobahn rasende Fahrzeug würde keinen Kraftstoff benötigen ist eben falsch.

      Die dahinterstehenden Gesetze sind lange bekannt. Den Treibhauseffekt kennt man seit 1824, die Gase seit 1865 und mit den Formeln hat man seit 1896 die ersten Prognosen zur Erwärmung, die auch noch heute in der erwarteten Toleranz liegen. Seit 1938 hat man auch die Bestätigung der globalen Erwärmung und des CO2-Anstiegs durch Messung. Das ist Geschichte.

      Auch Arrhenius hielt eine leichte Erwärmung 1896 für positiv, eben weil dieser der Gefahr einer Eiszeit entgegen wirkt. Er warnte jedoch gleichzeitig vor einem zu starken Eintrag des CO2 durch die Industrialisierung, denn es dauert hunderttausende von Jahren, bis das CO2 durch Verwitterung von Gestein wieder aus der Atmosphäre und dem Kohlenstoff-Kreislauf entfernt wird. Auch diese Zahl ist heute noch korrekt.

      All diese Erkenntnisse aus dem vorletzten Jahrhundert sind nicht von der aktuellen Politik gesteuert. Auch die heutige Wissenschaft geht davon aus, dass eine Erwärmung von bis zu 2°C noch im Rahmen läge. 1,3°C haben wir schon geschafft. Wollten wir nicht wesentlich über das 2°C Ziel hinaus schießen, müssen wir den weiteren künstlichen CO2-Eintrag in die Atmosphäre schnell stoppen. Technisch und wirtschaftlich wäre die Menschheit dazu in der Lage, ohne Wohlstandsverlust.

      Natürlich gab es schon immer größere aber auch kleinere, oft auch nur lokale Klimaänderungen, die das Leben der Menschen stark verändert haben. Sogar auch menschengemachte. So hat die letzte Verwüstung der heutigen Sahara das Bilden der ägyptischen Hochkultur befördert. Wenn man heute in Afrika aufforstet, kann man die lokale Bodentemperatur um 35°C auf 36°C senken und Landwirtschaft betreiben, was bei 71°C kaum möglich ist.

      Auch eine Pflanze braucht mehr, als nur CO2. Größere Änderungen des Klimas haben stets dazu geführt, dass Zeitalter einer vorherrschenden Flora und Fauna beendet wurden, alte Arten ausgestorben sind und neue entstanden sind. Dies wird bei dem aktuellen Klimawandel erschwert, da die hohe Geschwindigkeit der Änderung kaum Zeit für Migration und Mutation lassen. Man darf gespannt sein, welche Spezies in welcher Population und mit welcher Strategie überleben.

      Aber wie meinte einmal ein Verschwörungstheoretiker: Jede Hochzivilisation schafft sich ihre eigenen Totengräber…

      PS: Der Anteil der Atmosphäre an der Erde beträgt 0,00086 ppm. Das ist so wenig, das kann sicher keinen Einfluss auf das Klima haben… Hat es doch. Der Anteil von Wasser in der Atmosphäre beträgt 4000 ppm, nicht einmal 9 Mal mehr als CO2 (410 ppm), und weil Wasser auch sichtbares Licht und nicht wie CO2 nur Infrarotlicht reflektiert, können wir deutlich sehen, dass diese 4000 ppm eine gewaltige Menge sind. Wolken.

      1. Was ist daran falsch? „Aber wie meinte einmal ein Verschwörungstheoretiker: Jede Hochzivilisation schafft sich ihre eigenen Totengräber…“
        Das ist ganz genau richtig und vielleicht in unserer Zeit besonders relevant:
        http://www.nanina-roman.de/index_htm_files/Von%20der%20Dystopie%20zur%20Utopie.pdf
        Es gibt viel gravierendere Probleme als das CO2.
        Wann kommt die nächste Eiszeit? Ist die jetzt nicht mehr von Bedeutung, wie sie es noch vor Jahren war?
        Was ist mit der Überbevölkerung? Ist das nicht der größte schleichende Killer der Zivilisation? Was wird dagegen getan? NICHTS, was relevant wäre. Ich sehe in erster Linie die gut verdienende Klimaindustrie, die mit Angst (unbegründet bei genauerer Betrachtung) ihr Großes Geld verdient. Glauben sie mir, ich kenne den Wissenschaftsbetrieb und wie abhängig er von Geldgebern aller Art ist.
        Auf einem Messestand der Klimaindustrie fragte ich, wie hoch denn derzeit der CO2 Gehalt der Atmosphäre sei. Was meinen sie, was ich da zur Antwort bekam? „So um die 30% oder vielleicht schon mehr.“ 🙂 Das Zeigt die geschürte Angst einerseits und den Hype der darum gemacht wird andererseits. Das nenne ich religiös: Der Klimaretterheiland, der uns vor der Apokalypse oder der ewigen Verdammnis rettet. einfach nur lächerlich!
        Wann kommt die nächste Eiszeit?

      2. Ich wüsste jetzt nicht, was wichtiger wäre, als das Klima in einem Rahmen zu halten, dass die derzeitige Flora & Fauna einigermaßen erhält.

        Die Eiszeit war auch vor Jahren nicht relevant, bis auf den Hinweis, dass wir durch Aerosole in der Luft die Sonne abschatten und dass dies dann für weniger Energie im System Erde sorgt und dadurch den Treibhauseffekt behindert. Jeder, der das schon mal gerechnet hat, erkennt, wie sensibel dieses System ist. Wir haben an der Luftreinhaltung ja dann auch was verbessert und es ist eingetreten, was die Wissenschaft damals erwartet hat. Die Globale Erwärmung ging durch die Decke. Dass es einige hunderttausend Jahre dauern wird, bis unser CO2 wieder aus dem Kreislauf entfernt ist, darauf hatte ich schon hingewiesen. Vorher dürft man sich nicht sonderlich um eine Eiszeit sorgen müssen, außer wir verdunkeln den Planeten.

        Die Überbevölkerung ist auch abgefrühstückt. Nach den aktuellen Wachstumszahlen hat sich die Geburtenrate stabilisiert, so dass die Bevölkerung bei 10 bis 11 Mrd liegt. Schön erklärt in diesem Kurzvortrag, der auch die Alternativen behandelt: https://www.youtube.com/watch?v=2LyzBoHo5EI

        Die 10-11 Mrd können wir im Prinzip auch heute alle ernähren, wenn wir halt wollten. Es ist halt wirtschaftlich lukrativer das nicht zu wollen, sondern Menschen verhungern zu lassen. Das einzige Ressourcen-Problem sind Teile der Weltbevölkerung, die zu viel Ressourcen verbrauchen. Aber weniger wäre ja Klimaschutz, würde den Planeten retten und wäre daher schlecht für die Wirtschaft… Logisch für intelligente Wesen, die auf einem begrenzten Planeten leben.

        Wenn durch den Klimawandel die Ernten zurück gehen bekommen wir dann doch noch ein Problem. Und das haben wir schon:

        Parallel zum Fortschreiten der globalen Erwärmung steigen die Ernteausfälle:
        Ernteausfälle

        Parallel zu den Ernteausfällen steigen die Naturkatastrophen:
        Naturkatastrophen

        Und wie die Grafiken zeigen, wissen wir auch das schon sehr lange.

        Leute, die was nicht wissen, gibt es überall. Einfach mal in den Spiegel schauen…

        Ich war bei der Frage nach dem CO2-Level nicht dabei, aber das „etwas über 30 %“ (32…34 %) ist der menschengemachte Anteil am CO2 in der Luft. Gut möglich, dass er das gemeint hat und es beim Gespräch zum Missverständnis kam.

        So, jetzt sind wir aber völlig off topic und das werde ich hier stoppen. Dieser Artikel geht über den Vortrag von Giaever und wie er seine Zuhörer täuscht.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s